Tschechische Republik aus Mädchen


Der Roman ist lebendig und detailgenau erzählt — wenn auch nicht ohne Klischees. Der Roman "Gerta.

Tschechische Republik aus Mädchen

Der Hass vieler Tschechen gegen die deutschsprachige Bevölkerung entlädt sich in Gewaltexzessen wie beim Brünner Todesmarsch, bei dem mehr als Hunderte werden ermordet oder sterben an Entkräftung. Lange Zeit wurden solche Kapitel der deutsch-tschechischen Geschichte tabuisiert.

Tschechische Republik aus Mädchen

Zuvor war offiziell von "Abschiebung" die Rede. Sie stellt Fragen nach kollektiver und persönlicher Schuld von Tschechen und Deutschen. Ihr Buch begleitet die Titelheldin über einen Zeitraum von mehr als 70 Jahren und zeigt Ausgrenzung und Unrecht als wiederkehrende Muster quer durch die Diktaturen.

Tschechische Republik aus Mädchen

Die Romanheldin Gerta, geboren und zweisprachig aufgewachsen als Tochter Tschechische Republik aus Mädchen Deutschen und einer Tschechin, erlebt die politische Spaltung der Brünner Bevölkerung im Mikrokosmos ihrer eigenen Familie.

Gerta wird ungewollt schwanger und überlebt mit ihrem Baby den Brünner Todesmarsch aufgrund von Zufällen, die es ihr ermöglichen, in der kommunistischen Tschechoslowakei zu bleiben.

Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Die Traumata aber setzen sich fort. Gerta muss fortan ihre Herkunft verleugnen, wird beruflich und privat benachteiligt.

Zwei Mädchen - eine Freundschaft

Sie kontrastieren mit fiktiven Briefen und wechselnden Innenperspektiven zentraler Figuren aus Gertas Umfeld. Leider bleiben aber Klischees und Kolportage nicht aus.

Tschechische Republik aus Mädchen

Trotz manch' fragwürdiger Konstruktion und einiger Plakativität bleibt der Roman lesenswert, weil er der Anonymität von Geschichte ein individuelles Gesicht gibt. Und es inspirierte nicht zuletzt eine tschechische Initiative für Versöhnung, die seit alljährlich an den Brünner Todesmarsch erinnert.

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